PM 06.07.03 FFS untersagt SCO den Verkauf der "Intellectual Property License"

In einem Brief an den Anwalt verbietet der Verein zur Förderung freier
Software SCO Deutschland den Verkauf von Lizenzen für Linux, die von der
GNU General Public License abweichen.

Dies trifft insbesondere auf die von SCO Deutschland auf der Webseite
www.caldera.at rechtswidrig beworbene "Intellectual Property License" zu.

In einem Ultimatum gestattet es der FFS dem Unternehmen letztmalig,
für bereits erteilte Lizenzen, die nicht der GNU General Public License
entsprechen, eine zivil- und strafrechtliche Verfolgung von SCO
Deutschland und der leitenden Angestellten durch den Verein abzuwenden.

Die gestellten Bedingungen umfassen auch die Rückzahlung von
bereits eingehobenen Lizenzgebühren an die Kunden und eine
öffentliche Klarstellung, welche den Satz: "Die von SCO Deutschland
verbreiteten Ansprüche von SCO gegen Linux sind gegenstandslos"
zu enthalten hat.

Setzt sich SCO Deutschland über dieses Verbot hinweg, so droht, sobald
ein Verkauf der beworbenen Lizenz nachgewiesen werden kann, eine
Verfolgung sowohl von SCO selbst als auch von leitenden
Angestellten wegen Verletzung des Urheberrechts.

Das Verbot wird durch den Verein überwacht. Mitglieder und Firmen
aus dem Nahfeld werden Testkäufe durchführen.

Wir bitten darüber hinaus Kunden, die eine "Intellectual Property
License" oder eine ähnliche Nachlizenzierung für Linux erhalten haben,
sich mit dem Verein unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! in Verbindung
zu setzen.


Über den Verein zur Förderung Freier Software:

Der Verein zur Förderung Freier Software (http://ffs.or.at) wurde im Jahre 2001
als gemeinnützige Organisation gegründet, um als Ergänzung zu den international
agierenden Organisationen die Interessen der Anwender und Entwickler von Freier
Software in Österreich zu vertreten.
Neben der Mitwirkung in verschiedensten Projekten zur Unterstützung des
Einsatzes Freier Software im privaten, geschätlichen und öffentlichen Bereich
sieht sich die ständig wachsende Anzahl von Mitgliedern auch zunehmend dazu
berufen, die rechtlichen Grundlagen für die Erstellung, Verwendung und
Weiterentwicklung Freier Software in Österreich zu sichern und auszubauen.

Mag.iur. Georg Jakob
Vorsitzender des FFS